Historische Entwicklung Sülldorfs

Quelle (bis 1986): Wilhelm Schröder: Das Alte Sülldorf
Geschichtliches von seinen Bewohnern und Höfen.
Selbstverlag Wilhelm Schröder, 1986

1256    Suldorpe erstmals urkundlich erwähnt
1657 Im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) keine Verwüstung in Sülldorf.
Hofstelle Cordt Gruth, die am heutigen Weg Heerhof liegt, wird "wüst" (Schwedisch-Dänischer Krieg, 1657-1660)
Um 1700 Im Blankenbrook, damals Vorland von Blankenese, ernten jährlich 7 Sülldorfer Hufner je 1 bzw. 3 Fuder Heu.
Ab 1720 Wiederaufbau der "wüsten Hofstelle" auf dem Kamp (heute Sülldorfer Kirchenweg 202 und 204)
1757 Beschwerde des Schulhalters wegen räumlicher Enge und baulicher Mängel im Kuhhirtenhaus
1790 Verkoppelung in Sülldorf
1803 209 Einwohner laut Volkszahlregister
1814 Franzosenzeit geht zu Ende
(im 1. Halbjahr 34 Todesfälle; Typhus!)
1855 Johann Cesar Godeffroy (+ 1885). Großkaufmann und Reeder, erwirbt den ehemaligen "Wüsten Hof", den Freihof; in Sülldorf werden 8 Vollhufen, 1 1/16-Hufe und 2 Anbauerstellen gezählt, die Volkszahl ist auf 298 angestiegen.
1866 Schleswig-Holstein wird preußische Provinz.
Nach 1870/71 Friedenseiche wird gepflanzt Ecke Sülldorfer Kirchenweg / Op´n Hainholt
1871 Simon Heeren (+ 1894) kauft "Marienhöhe", den "Haidhof".
1872 S. Heeren läßt die Sülldorfer Ziegelei vor Marienhöhe (Sommerbad) abbrechen.
1883 Bau und Eröffnung der Eisenbahn Blankenese-Wedel.
1885 Wirtshaus Wilhelm von Appen am Bahnhof gebaut.
1892 Der Nachbarort Iserbrook beginnt mit der Gründung des "Waldhotel Iserbrook" zu entstehen.
1902 Friedhof in Sülldorf eingeweiht.
1905 Postagentur im Haus Wrage, Sülldorfer Kirchenweg 195.
1910 In der Nacht zum 10. August drei strohgedeckte Gebäude abgebrannt, vermutlich durch Brandstiftung.
1912 Sülldorf bekommt elektrisches Licht.
1914-1918 I. Weltkrieg.
1925 Denkmal errichtet
1925 "Turnverein Sülldorf" gegründet.
Etwa 1925: Wasserleitung im Fruchtweg und "im Dorfe".
Daten aus der Neuzeit:
1927 Sülldorf wird Altona angeschlossen, verliert die Selbständigkeit.
1937 Großhamburg-Gesetz
1938 Am 22. Mai letztes Ringreiten auf dem Bäckerplatz.
1939-1945 II. Weltkrieg.
Nach 1945 Die Sülldorfer graben verstärkt Torf im Hogen Moor (nördlich des Klövensteen) und im entfernten Ohmoor.
1950 Elektrische S-Bahn bis Sülldorf, 1954 bis Wedel.
1956 Grundsteinlegung der Michaelskirche.
1957 Einweihung der Michaelskirche.
1962 Eröffnung des "Sommerbades Marienhöhe"
1969 "Freiwillige Feuerwehr Sülldorf-Iserbrook" gegründet.
1977 Neues Gebäude für die Filiale der HASPA und das Hamburger Konservatorium.
1978 100-Jahr-Feier der Sülldorfer Schule.
1978 Bau der "B431" in Sülldorf beendet.
1981 "Klärwerk Bullnwisch" bestand 1937-1981.
1982 Rekultivierung der Kiesgrube abgeschlossen.
1983 100 Jahre Eisenbahn Blankenese-Wedel.
1984 Einweihung des ev.-luth. Gemeindehauses nach vollständigem Umbau des Bauernhauses Scheide, mit Ausstellung des Bürgervereins "200 Jahre Sülldorf"
1985 6.642 Einwohner (1970 - 7.621 Einwohner).
1986 Eine Fernwärmeleitung wird durch Sülldorf verlegt.

Nachtrag: Daten aus der Jetzt-Zeit:
2003 8.532 Einwohner.
2004 8.598 Einwohner.