Lebens und Arbeitsgemeinschaft Franziskus e. V.


Aus Kindern werden Erwachsene......


Mit Fürsorge begleiten Eltern ihre Kinder durch Kindheit und Jugend in das Erwachsenenalter hinein, bis sie ihr Leben eigenverantwortlich gestalten können.


Für Eltern behinderter Kinder ist dieser Weg viel schwerer und mit vielen Hürden versehen. Insbesondere für geistig und mehrfach behinderte Menschen ist auch im Erwachsenenalter ein Leben in Eigenverantwortlichkeit nicht möglich. Sie brauchen ihr Leben lang einen beschützenden und unterstützenden Rahmen.


Unser Konzept


Franziskus e. V., ein 1992 von Heilpädagogen, Eltern und Freunden gegründeter Verein, gibt mit seinem Konzept eine überzeugende Antwort:


Auf dem Gelände in Sülldorf leben und arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung. Betreuer und Betreute gestalten gemeinsam in drei Wohngruppen den Alltag.


In dem beschützenden Rahmen der Gemeinschaft können die Menschen mit Behinderung ein weitgehend normales, sinnerfülltes Leben führen.


Der Arbeit von Franziskus e. V. liegt das Menschenbild Rudolf Steiners (1861-1925) zugrunde, das von einer ganzheitlichen Betrachtung von Leib, Seele und Geist ausgeht. Alle unsere therapeutischen Hilfen leiten sich daraus ab. Jedem Menschen sind Bereiche verschlossen, weil er bestimmte Fähigkeiten nicht besitzt. Unser therapeutischer Ansatz liegt darin, Möglichkeiten und Fähigkeiten zu fördern, welche Behinderungen ausgleichen können.

 

Darstellung der Lebens- und Arbeitsbereiche


Wohnbereich


Durch ein Zuhause gewinnt der Mensch Lebenssicherheit; - Geborgenheit, Wärme und Vertrauen werden in der Hausgemeinschaft erlebbar. Nicht anstaltsmassige Versorgung, sondern das Suchen nach lebendigen Gemeinschaftsformen steht im Mittelpunkt. So gestalten alle Bewohner gemeinsam Inhalt und Rhythmus des Hauslebens. Für den einzelnen wird Freiraum geschaffen, in welchem sich seine Persönlichkeit individuell weiter entwickeln kann.


Die drei Wohngruppenhäuser


In den Dachwohnungen leben Mitarbeiter mit ihren Familien, Praktikanten und eine betreute Wohngemeinschaft. Im Keller befinden sich die Waschküchen, Vorratsräume, Fahrradstellplatz und ein Partykeller.


Im Erdgeschoss wohnen z.Zt. in jedem Haus sieben Betreute. Jeder hat sein eigenes Zimmer mit Waschgelegenheit und damit sein eigenes kleines Reich, das er gestaltet und in Ordnung hält.



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die täglichen Verrichtungen wie z. B. Putzen, Einkäufe, Körperpflege, Behörden- und Arztbesuche werden individuell angeleitet und helfend unterstützt, wie auch die Freizeitgestaltung der Einzelnen und die Gemeinschaftsunternehmungen, sowie Konzert-, Kino- und Theaterbesuche.


Der kulturelle Bereich wird in besonderer Weise gepflegt. Neben die liebevolle Gestaltung der Jahresfeste tritt das religiöse Erleben im Tages- und Wochenlauf.


Arbeitsbereich


Durch sinnvolle Arbeit verbindet sich der einzelne mit der Gemeinschaft und der Außenwelt.


Die verschiedenen Arbeitsbereiche der Gemeinschaft haben es sich deshalb zum Ziel gesetzt, bei den Menschen mit Behinderung durch das Übertagen von Aufgaben einen Prozess zur Förderung des Vertrauens in die eigenen Fähigkeiten anzuregen und ein Gefühl von Verantwortung für die eigene Arbeit und das eigene Leben zu vermitteln.


Die Unterschiedlichkeit der Arbeitsbereiche eröffnet ein breites Spektrum an Möglichkeiten.


Hauswirtschaft


In der Hauswirtschaft wird unter der Woche täglich ein Mittagessen mit großer Hingabe für alle zubereitet. Außerdem werden noch viele andere Serviceleistungen für die Gemeinschaft erbracht, die das Leben angenehmer und leichter machen. So werden z. B. die gemeinsam genutzten Räume gepflegt und saubergehalten, es werden Bestellungen und Einkäufe für die Gemeinschaft erledigt und Veranstaltungen kulinarisch liebevoll ausgestattet.


Die Hauswirtschaft ist besonders um das Wohl aller besorgt. Zur Herbsteszeit wird auch noch für die Märkte gekocht und gebacken, sodass auch andere in den Genuss unserer Köstlichkeiten kommen. Bei der Auswahl der Lebensmittel wird auf Frische, Naturbelassenheit und Vollwertigkeit geachtet.

 

Gärtnerei


Die Gartengruppe verbindet sich in besonderer Weise mit der Erde und der umgebenden Landschaft. Sie pflegt den Innenhof, die Beete und Außenanlagen der Gemeinschaft und sorgt dafür, dass im Winter keiner ins Rutschen kommt. Außerdem gestaltet sie ein großes Grundstück, auf dem sich das Regenwasserversickerungsbecken befindet. Von dort werden die Zimmer und Gemeinschaftsräume mit frischen Blumen versorgt und es werden Kräuter gezogen, die selbst verarbeitet werden, z. T. für den Eigenbedarf, z. T. für die Märkte im Herbst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Weberei

 

In der Textilwerkstatt geht es vor allem um Farben und das Herstellen von Dingen, die anderen Freunde machen. An den Handwebstühlen entstehen in rhythmischer Arbeit Teppichläufer, Schals, Stoffe für Tischwäsche und Kissen, die dann auch hier fertig genäht werden und direkt aus der Werkstatt aber auch auf den Herbstmärkten angeboten werden. Kleine Auftragsarbeiten werden ebenfalls gerne ausgeführt.

 

Holzwerkstatt

 

In der Holzwerkstatt wird mit dem vielseitigen Werkstoff Holz gearbeitet. Dabei werden große Maschinen zum Einsatz gebracht, die es gilt sachgemäß und verantwortungsvoll zu bedienen. So entstehen Kleinserien, z. B. Gartenbänke, Vogel- und Puppenhäuser, Geduldspiele sowie Frühstücksbrettchen. Auch hier werden gerne Aufträge ausgeführt.

 

Freunde

 

Seit dem Jahr 2000 werden wir von den Freunden von Lever-Fabergé finanziell, fachlich und menschlich unterstützt. Dadurch sind viele notwendige und wichtige Projekte möglich geworden, wie z. B. das Gemeinschaftshaus mit Werkstätten, Therapieräumen und Saal. Aus dem anfänglichen Spendenprojekt ist eine Freundschaft geworden!

 

Informationen zum Verein

 

Schirmherrschaft: Michael Ende, Schriftsteller, gest. 1995

 

Der Verein

-         ist eingetragen im Vereinsregister unter der Nr. 69VR13193

-         ist Mitglied im DPWV (Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband)

-         ist durch vorliegende Mildtätigkeitsbescheinigung des Finanzamtes berechtigt,
Spendenbescheinigungen auszustellen.


Alle Vereinsaufgaben werden ausnahmslos ehren-amtlich erfüllt. Verwaltungskosten fallen – bis auf unvermeidbare, wie z. B. Porto, die durch die Mitgliedsbeiträge gedeckt werden – nicht an. Spenden kommen daher in voller Höhe dem beabsichtigten Zweck zugute.


Der Förderverein Franziskus e. V. dient ausschließlich der Unterstützung der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Franziskus e. V..


Durch Mitgliedschaft im Förderverein können Sie Franziskus e. V. unterstützen (Mitgliedsbeitrag Richtsatz € 65,-- jährlich, HASPA Kto.-Nr. 1254129008, BLZ 200 505 50).

 

Es wird zeitnah eine Spendenbescheinigung für das Finanzamt ausgestellt.

 

 

 

Franziskus e. V.

Op’n Hainholt 88 a-c

22589 Hamburg-Sülldorf

Tel.: 040 – 870 870 –0

Fax.: 040 – 870 870 – 11